Ein kurzer historischer Überblick zu unserem Haus
Die stattlichen Bürgermeisterrhäuser am Unteren Markt in Weiden entstanden um das Jahr 1300. Nach dem ältesten erhaltenen Steuerbuch gehörte das imposante Gebäude – das jetzige „Alte Eichamt“ am Unteren Markt 23 – dem oberpfälzischen Adeligen Leonhard von Präckendorf zu Präckendorf und Köblitz auf Schönau, seines Zeichens ein hoher landesherrlicher Beamter, weshalb das Haus von allen bürgerlichen Abgaben befreit war. Es fiel aber, wie beinahe alle Häuser Weidens, den Stadtbränden von 1536 und 1540 zum Opfer.
Nach Präckendorfs Tod im Jahre 1541 übernahm zunächst seine Witwe den großen Besitz ihres Mannes. Zwei Töchter heirateten bedeutende oberpfälzer Hammerherren: Margareta vermählte sich mit Fabian Mendl von Steinfels, ihre Schwester Barbara mit dessen Vetter, Hieronymus Mendl zu Hütten. Sohn Christoph von Präckendorf wird Landschreiber in Weiden. Er verlässt aber die Stadt und erhält ein hohes Hofamt. Mit seinem Sohn Thomas stirbt 1609 die männliche Linie aus. 1543, kurz vor seiner Heirat mit Brigitta Benigna Mendl. Tochter von Hans Mendl zu Gmünd, erwirbt der wohlhabende Kaufmann Sebastian Brunner das Anwesen. Sicher spielten dabei die verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Präckendorfschen Töchtern eine entscheidende Rolle.
Sein Sohn und Erbnachfolger Johann Brunner war lange Jahre Mitglied des Rats und Bürgermeister. Die Erben von Johann Brunners Frau, Ursula Schmidl von Seeberg, verkauften wiederum 1642 das Brunner’sche Haus am Unteren Markt an den Bürgermeister und Rat zu Weiden als Spitalgebäude. Es musste das von den Schweden im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Hospital außerhalb der Stadtmauern ersetzen. Über 300 Jahre lang blieb das „Alte Eichamt“ nun das Städtische Spital.
Im Erdgeschoss war darüber hinaus lange Zeit das Eichamt untergebracht. Hier wurden Fässer geeicht und darüber gewacht, dass Weidener Kaufleute „gerechtes Maß und Gewicht“ gebrauchten. 1925 wurde das Spitalgebäude zur Unterbringung des Stadtarchivs, des Museums und der Städtischen Sparkasse umgebaut. Die Spitalinsassen wurden in das Rückgebäude verlegt, und obwohl nach Errichtung des Krankenhauses 1889 die Pflegebedürftigen dort Unterkunft fanden, blieb das Rückgebäude an der Spitalgasse bis zu seiner Zerstörung durch einen Brand im Jahre 1972 das „Spittl“.
1981 erwarb Horst Meindl das „Alte Eichamt“ und begann einen gastronomischen Rahmen zu schaffen, der dem Gast neben vielen Gaumenfreuden ein historisches Ambiente von besonderem Ausmaß bescherte. Dieser Tradition bleiben auch die neuen Besitzer, Dr. Wolfgang Baumann und Frau Angela Baumann treu und wünschen allen Gästen einen besonders schönen und genussvollen Aufenthalt.